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SO SCHÄDLICH SIND KOSMETIKPRODUKTE FÜR DIE UMWELT

Obwohl die Menschen darauf bedacht sind, sich stets gesund zu ernähren und auch sonst alles zu tun, damit es ihnen gut geht, setzen sie sich doch immer wieder mehr oder weniger großen Gefahren aus. Viele davon sind ihnen aber gar nicht bewusst. So werden etwa in unzähligen Kosmetikprodukten wie zum Beispiel in Duschgels, Waschlotionen und auch im Make-up Kunststoffe eingesetzt, die wir uns buchstäblich jeden Tag ins Gesicht schmieren.

Nun mögen sich viele Menschen denken, dass es doch bestimmt nicht problematisch ist, sich Kunststoffe auf die Haut zu schmieren, denn immerhin wird es ja nicht gegessen, also kann es uns auch nicht schaden. Ganz so einfach ist es aber leider nicht. Mit jeder Benutzung von Kosmetikartikeln, in denen Plastik in fester oder sogar in flüssiger Form enthalten ist, spülen wir die mikrofeinen Teilchen den Abfluss hinunter. Da die Partikel so winzig sind, dass sie in den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können, gelangen sie schließlich über die Flüsse in die Weltmeere und genau dort werden sie zu einem echten Problem, da es unweigerlich von den Meeresbewohnern aufgenommen wird. In Muscheln beispielsweise wurde es sogar bereits im Gewebe nachgewiesen. Sogar in Trinkwasser haben Forscher bereits Plastikteilchen gefunden. Damit gelangt das Plastik am Ende also auch entsprechend über die Nahrung in unseren Körper.

Insgesamt, so das Umweltbundesamt, werden jedes Jahr etwa 500 Tonnen Plastik alleine in den Kosmetikprodukten verwendet. Hier kommt es beispielsweise in Peelings und Zahnpasta als Schleifmittel zum Einsatz oder in Make-up, Lotionen und Cremes als Bindemittel. Nicht selten liegt der Plastikanteil bei etwa zehn Prozent. Damit tragen die Kosmetikprodukte ihren nicht unerheblichen Teil zu den rund zehn Millionen Tonnen Kunststoff bei, die jedes Jahr in den Meeren landen.

Doch nicht nur das Plastik an sich ist ein echtes Umweltproblem. Die Oberflächeneigenschaften wirken auf Umweltgifte wie ein Magnet und fördern so zudem den Gifttransport. Es landen also nicht nur die Plastikteilchen in den Meerestieren, sondern genauso unzählige Umweltgifte.

Es ist an der Zeit, dass der Mensch umdenkt. Es liegt aber nicht an den Herstellern, sondern am Verbraucher, seinen Konsum zu überdenken und zu verändern. Produkte, in denen Mikroplastik enthalten ist, sollten unbedingt gemieden werden. So werden die Hersteller gezwungen, ihre Rezepturen zu verändern. Schon einmal hatte dies funktioniert: Zahnpasta mit Mikroplastik ist bereits aus den Regalen verschwunden.

 

 

Quelle: http://www.svz.de/nachrichten/ratgeber-uebersicht/medizin-gesundheit/bedrohung-aus-dem-bad-id11190981.html